Dynamic Range

Es gibt viel Informationen in Foren, Literatur, Youtube etc. zu diesem Thema.

Wie auf allen anderen Seiten auch, geht es mir hier darum, darzustellen, was für mich persönlich wichtig war und wie ich diese Erkenntnisse dann auch einsetze.

 

Grundsätzliches:

Wenn man in den hellsten Stellen eines Fotos die Strukturen noch erkennen kann, bei -4 EV und die dunkelsten bei +5 EV beträgt der Dynamik-Bereich 9 Stufen.

Das menschliche Auge kann 20 Stufen unterscheiden. Die Optik einer Kamera hat mit 14 Stufen hier ein viel kleineres Potenzial.

Daher gibt es „ausgebrannte“ (zu hell) und „abgesoffene“ (zu dunkel) Bereiche, wo keine Bildinformationen (Details, Strukturen, Schattierungen etc.) mehr sichtbar sind.  

 

DR bei Fujifilm:

In den Qualitäts-Einstellungen kann zwischen „AUTO“, „100%“, „200%“ und „400%“ unterschieden werden.

„100%“ bedeutet keine zusätzliche Dynamik, bei 200% ist es eine Stufe und bei 400% sind es zwei Stufen.

Bei AUTO wird nur zwischen 100% und 200% gewählt.

Damit die Kamera mehr Spielraum für die Dynamik erhält, benötigt sie einen höheren  ISO-Wert, damit die Auswahl überhaupt angeboten wird.

An meiner X T-30 gibt es 200% ab ISO 320 und 400% ab ISO 640.

Diese ISO-Werte wirken sich auch auf RAW aus, der erweiterte Dynamik-Bereich aber nur auf JPEG.

Grundsätzlich wirkt diese Einstellung, bevor das erste Bild gespeichert wird und somit auch auf RAW. Erst danach geht das Bild in den JPEG-Konverter.

Bei DR400 wird die Belichtung um zwei Stufen reduziert , danach werden die unterbelichteten Regionen nachträglich aufgehellt. Für zu dunkle Stellen funktioniert dies auch in die andere Richtung.

Dynamic Range Priority:

Die D-Bereichspriorität (I.Q.-Menu) kann ausgeschaltet werden, auf AUTO, STARK oder SCHWACH.

Hier wird Dynamic Range mit den Einstellungen bei Highlight/Shadow Tone setting (die Werte für TON-LICHTER und TON-SCHATTEN im I.Q.-Menu) verknüpft.

Wenn es nicht auf AUS steht, können die Werte für TON-LICHTER und TON-SCHATTEN nicht manuell eingestellt werden.

Ebenso wird die DYNAMIC RANGE Einstellung übersteuert und ausgegraut.  

Diese Einstellung ist somit ein „Paket“, welches mehrere Einstellungen kombiniert.

Grundsätzlich werden die Photos Kontrast-ärmer.

Ich stelle die Priorität daher immer auf AUS.

Nachteile von Dynamic Range:

Höhere ISO-Werte erzeugen mehr Rauschen.

Wenn eine größere Spannbreite an Belichtungsstufen dargestellt werden sollen, geht etwas Kontrast verloren.

Wenn dies nicht erforderlich ist, sollte man es lassen.

Wann ist es aber erforderlich?

Hierzu über das Einrichtungshaus-Menue auf Display Einstellungen und auf die zweite Seite auf „DISPLAY EINSTELL.“

Hier ist dann ein Haken zu setzen bei „LIVEANS. GLANZLICHTALARM“. Jetzt werden ausgebrannte Flächen als dunkle Flecken gezeigt und man kann noch rechtzeitig DR400 aktivieren.