Ausrüstung, Option, Vorgehensweise

Im ersten Schritt möchte ich sehen, wie sich unterschiedliche Objektive, Brennweiten und Zubehör-Teile auswirken.

Hierzu wurde eine Bronze-Münze im Durchmesser von 55mm positioniert und die Kamera auf ein Stativ gesetzt. Da dieses Stativ nicht besonders stabil ist und kein Fernauslöser zur Hand war, blieb die Stabilisierung in der Kamera aktiv (bei APS-C-Objektiven darf man nicht vergessen, immer die Brennweite einzutragen) und zusätzlich der Selbstauslöser auf 10sec gesetzt. Die Belichtungszeit wurde auf 1/250s und ISO auf 100 gesetzt. Neben einer normalen Standlampe wurde grundsätzlich ein direkter Blitz in der Stärke 20 eingesetzt, der vor allem auch bei der Fokussierung hilfreich war. Die meisten Objektive (Altglas) hatten keinen Autofokus. Objektive mit Autofokus wurden über DMF nachfokussiert. In der Regel lag der Fokus bei allen Bilder auf der Verbindung vom Ohr zur Haarlocke darüber. 

Die Aufnahmen erfolgten im RAW-Modus. In Elements 2020 wurde nur die automatische Optimierung eingesetzt und dann als JPG gespeichert.

Blende F 1/1.7

Blende F 1/8

Blende F 1/16

Verwendet wurde ein 50mm Minolta APS-C-Objektiv, d.h. 80mm

Das Objektiv auf minimale Entfernung = 0,45m gestellt.

Zusätzlich wurde der Panagor Makro-Konverter angesetzt. Hiermit wurde manuell fokussiert. Der Makro-Abbildungs-Maßstab lag bei 1.3.

Zusätzlich wurden zwei Makro-Zwischenringe 16mm+10mm=26mm eingesetzt.

Man sieht deutlich den unterschiedlichen Schärfe-Bereich.

Der abgebildete Bereich ist im Original ca. 1,4cm breit. Hier sind es 3,5cm

Blende F 1/1.7

Blende F 1/8

Blende F 1/16

Das Minolta-Objektiv wurde jetzt auf unendlich gestellt.

Bei der Fokussierung mit dem Panagor-Konverter lag der Makro-Abbildungs-Maßstab bei 1.0

Dementsprechend fiel die Vergrößerung etwas geringer aus.

Der abgebildete Bereich ist im Original ca. 1.7cm breit und wird hier somit doppelt so groß dargestellt.

Beide Bilder wurden jetzt mit der Einstellung 0,45cm und F1/16 aufgenommen.

Der Makro-Maßstab war 1,4

Links mit 16mm Zwischenring und rechts mit 10mm.

Ohne den Panagor-Makro-Konverter und ohne Zwischenringe, d.h. nur 50mm sieht es anders aus. Der Abstand beträgt hier daher auch 46cm.

Links Blende links ist F1/1.7 und rechts F1/16.

Hier die Bilder von oben, mit angepasstem Ausschnitt

Jetzt ohne APS-C-Modus, d.h. im Original und nicht mit Faktor 1.6.

Links Blende 1/1.7 und rechts 1/1.16.

Oben Original und unten Auschnitt.

Objektiv-Wechsel: Tamron 28-70mm auf 50mm Vollformat

DMF mit manueller Nachjustierung

Beim Tamron ist die Offenblende (links) F1 2.8, dann F1/8 und F1/16. Ganz rechts das Vergleichsbild der Minolta 50mm F1/16.

Die Makro-Szenerie verändert die Blende auf F1/4 und verkürzt die Verschlusszeit auf 1/1000s.Bei der Aufnahme vom Stativ sieht man aber keinen Unterschied.

Beide Bilder mit F1/16 und angepasst vergrößert.

Links mit 50mm und rechts mit 75mm.

Objektiv-Wechsel: Sigma 70-210mm Macro auf 200mm Blende F1/4.5 APS-C = 320mm

Entfernung 1,4m

Rechts wurde auf 180% vergrößert und ein Ausschnitt dargestellt.

Objektiv-Wechsel: Exakta 70-210mm auf 70mm APS-C = 110mm

Abstand 92cm

Beide wurden auf ca. 180% vergrößert.

Laut Aufzeichnungen ist links F1/8 und rechts F1/16, aufgrund der Helligkeit ist aber davon auszugehen, dass dies vertauscht wurde.

Mit der Einstellung Macro 1:4 kommt man auf 34cm heran. Faktisch ist die Münze auf dem Sensor ⅓ so groß, wie im Original.

Diese Bilder sind in der Originalgröße mit den Blenden 3,5; 8 und 16. 

Selbst beim Vergrößern kann man kaum einen Unterschied in der Schärfe erkennen. Da alle dieselbe Belichtung aufweisen, kann es sich auch hier um einen Protokollierung-Fehler handeln

Jetzt wurden beim Blende 8 zusätzliche Closup-Linsen vorgeschratbt. Links 17 Dioptrien mit einer Entfernung von 20cm und rechts 10 Dioptrien mit einer Entfernung von 22cm.

Bei Abbildungen sieht man hier im Original.

Objektiv-Wechsel: Zeiss 35mm, Blende 8

Es wurde der APS-C-Modus eingeschaltet, wodurch sich 52mm ergab

Alle Abbildungen im Original.

Links im Abstand von 44cm. Mitte mit 17 Dioptrien und 14mm Abstand, Rechts mit 10 Dioptrien und 16mm Abstand

Objektiv-Wechsel: Exakta 35mm Blende 8

Es wurde ein Retroring angeschraubt.

 

Der Effekt entspricht somit den Closeup-Linsen mit 17 Dioptren

Optimale Konfiguration:

Nach all diesen Versuchen hat sich als Optimum die Mischung aus Zwischenringen und Vorsatzlinse mit einem guten Autofokus-Objektiv herausgestellt.

Verwendet wurde Zeiss 35mm Festbrennweite im APS-C-Modus, d.h. 52mm-

26mm Zwischenringe und 10Dioptren Vorsatz-Linse.

Blende F1/16 , 1/250s und ISO 800 mit direktem Aufhellblitz

Beide wurden ohne Stativ mit Autofokus und OSS aufgenommen. Die Gänseblume von oben und daher besonders wackelig.

Es sind die Original-Größen dargestellt. Anstelle der einfachen Close-Up-Linse wird in Zukunft mit der Makro-Aufsteck-Linse Rayons Makro 250 gearbeitet, welche 8 Dioptrien entspricht aber vergütete Optik beinhaltet.

Die Aufstecklinse hat einen Durchmesser von 49mm und wurde hier auf ein Vollformat-Objektiv mit einem Durchmesser von 67mm geklemmt. Auf dem Bild in der Mitte sieht man eindeutig eine starke Vignettierung. Dies hängt vom Objektiv und der eingestellten Brennweite ab. Man kann jetzt den inneren Bereich herausschneiden und das Ergebnis vergrößern oder bereits vor der Aufnahme auf APS-C einstellen. Die Brennweite erhöht sich um den Crop-Faktor (hier 1,6) und es wird nur der zentrale Bereich des Sensors genutzt. 

Wenn die Belichtungszeit ausreichend ist, oder ein Stativ benutzt wird, verändern sich Qualität und Schärfe nicht. 

Man sieht hier aber die veränderte Blitzwirkung.

Rechts dann ein Bild aus der freien Natur mit diesem Equipment.

Bisher nicht besprochen wurden die Retro-Ringe, mit denen man ein Objektiv umgedreht anbringen kann.

Autofocus-Funktionen gehen jetzt verloren und man muss eingestellt haben, dass Aufnahmen auch ohne Objektiv möglich sind.

Besonders große Effekte – z.B. einen Abbildungsmaßstab von 2:1 oder höher, setzt allerdings geringe Brennweiten (ca. 16mm) voraus. Bei z.B. 50mm ist der Effekt gering.