• Fokussierung
    • Beurteilen kann man die Schärfe nur in der 100%-Ansicht.
    • Alle Aufnahmen müssen im manuellen Modus und ohne Autofokus erfolgen. Ohne ausreichende Helligkeit und Kontraste kann der Autofokus nicht arbeiten. Ebenfalls ist der Bildstabilisator auszuschalten.
    • Einfach bis zum Anschlag auf Unendlich zu drehen, ergibt keine optimalen Ergebnisse.
    • Jedes Objektiv hat eine eigene – von unendlich abweichende – optimale Astro-Einstellung. Hat man diese gefunden, macht es Sinn, diese auf dem Objektiv zu markieren.
    • Man kann auch tagsüber auf ein Ziel – unendlich – fokussieren und diese Einstellung fixieren.
    • Temperatur-Schwankungen können dazu führen, dass neu fokussiert werden muss.
    • Empfohlen wird eine schrittweise Optimierung. Es wird ein Foto erstellt und das Ergebnis mit der 100%-Ansicht geprüft und dann eine leichte Veränderung vorgenommen werden.
    • Optimal wäre ein manuelles Fokussierung per Live View in folgenden Schritten:
      •  maximale Blendenöffnung
      • im Live-View wird man nur einen schwarzen Bildschirm sehen
      • Blende, Belichtung und ISO einstellen und das Objektiv auf unendlich
      • ISO ist so gering wie möglich zu halten, damit die Sterne ausreichend sicher vom Bildrauschen unterschieden werden können.
      • Live-View auf die größte Vergrößerung stellen und den Bildausschnitt auf einen oder mehrere Sterne legen
      • Man sollte sich nicht die hellsten Stern aussuchen, sondern die, die gerade noch zu sehen sind. Diese sind dann scharf zu stellen, d.h. bis die Größe minimal ist.

 
    • Langzeitbelichtung
      • Die maximal mögliche Belichtungszeit bestimmt sich durch die Erdrotation und die daraus entstehenden Striche.
      • Diese Zeit hängt von der Brennweite des Objektives ab. Je größer die Brennweite, desto geringer die mögliche Belichtungszeit. Da starke Teleobjektive häufig nicht so lichtstark sind, ergeben sich hieraus einige Schwierigkeiten.
      • Es sind aus diesem Grunde möglichst extreme Weitwinkel zu verwenden.
      • Je nach Objektiv (muss man ausprobieren) teilt man 600 oder 500 durch die Brennweite und erhält die Belichtungszeit. Auf Basis von 500 wären dies für ein 500mm-Objektiv nur 1sec, bei 25mm aber 20sec. wodurch sich nachvollziehbar andere Ergebnisse erreichen lassen.
      • Mit der App Planit Pro kann hier vieles optimiert und berechnet werden (kostet 11€)
      • Mit dieser App kann man unter Einbeziehung anderer Parameter, wie der Auflösung des Sensors, auch die maximalen Zeiten nach der Zerstreuungskreis-Regel und der NPF-Regel ermitteln. Diese Zeiten liegen dann häufig erheblich unter der 500er-Regel.
      • Auch die maximale ISO-Einstellung und das daraus resultierende Rauschverhalten spielen eine Rolle. Man darf nur Sterne sehen und kein Rauschen.
      • Wenn man im Teilbereich mit längeren Verschlusszeiten arbeiten will, muss man mit Nachführung arbeiten, um Strichspuren zu vermeiden.