Im Gegensatz zu Photoshop CC und der dort eingesetzten Camera RAW Version gibt es bei der abgespeckten Version unter Photoshop Elements 2020 keine Protokollierung und keine Schnappschüsse.

Trotzdem arbeitet Camera RAW auch in dieser Version ohne Veränderungen des ursprünglichen Bildes, welches aus der Kamera kommt.

 

Grundsätzlich kann man mit drei unterschiedlichen Einstellungen der Parameter arbeiten.

Automatisch:

Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz analysiert das System das Foto und schlägt eine Anpassung der verschiedenen Parameter vor.

Bei unterschiedlichen Fotos stehen hier somit auch unterschiedliche Werte. 

Wurden Veränderungen vorgenommen, das Foto aber unverändert im DNG-Format gespeichert, arbeitet das Programm auf Basis der neuen Bildinformationen und kommt somit zu anderen Werten.

Standard:

Ein Foto, welches zum ersten Mal geöffnet wurde, weist im Standard keine Veränderungen aus. Alle Einstellungswerte unterhalb des Weißabgleich sind Null. 

Steht der Weißabgleich auf „wie Aufnahme“, werden die Werte unverändert übernommen, können sich aber von Foto zu Foto unterscheiden.

Bei Schärfe und Rauschreduzierung sind einige Werte gefüllt. Diese Werte sind aber für jedes Foto identisch, unabhängig vom Motiv oder „Bedarf“.

Diese Basis-Werte unterscheiden sich offensichtlich von Kamera zu Kamera (Test mit Smartphone ergab Korrekturen auch bei zurückgesetztem Standard), sind aber dort für alle Fotos identisch.

Der Anwender kann eine Einstellung vornehmen und diese als neuen Standard speichern. Für alle Fotos die danach geöffnet werden, wird dieser Standard verwendet. Hierdurch kann einer „erster Wurf“ an Änderungen durchgeführt werden, auf den immer wieder zurückgegangen werden kann. Wurde ein Standard aber geändert, kann für davor erzeugt Änderungen nicht mehr auf die Basis zurückgegriffen werden.

 

Rückkehroptionen:

Neben den ursprünglichen Pixel-Informationen werden „nur“ die Schalterstellungen gespeichert. Dies erfolgt – je nach Vorgaben – in einer separaten XMP-Datei oder direkt im Meta-Datenblock der DNG-Datei.

Auf Original:

Hierzu löscht man die XMP-Datei oder wählt die Option „Camera RAW Standards zurücksetzen“.

OPTION + ABBRECHEN:

Hier werden die durchgeführten Änderungen nicht gespeichert und alle Werte entsprechen dem Zeitpunkt des Öffnen der Bilddatei.

Vorherige Konvertierung:

Ggf. macht es Sinn, eine Einstellung der Parameter für eine ganze Reihe identisch zu setzen. Über diese Auswahl lädt man die Einstellung, die beim letzten Speichern (egal von welchem Bild) vorgelegen hatte.

 

Zurückdrehen von Freistellungen:

Wenn der Bildausschnitt geändert wird, durch direkte Änderung der Größe, durch Ausrichtung des Horizontes oder Drehungen etc., hat man nach der Speicherung ein anderes Foto.

Aber auch hier gilt, dass nur der Prozess gespeichert wird, die Änderung der Ansicht – und nur der Ansicht – bei jeder Anzeige erneut durchgeführt wird.

Daher können auch solche Änderungen einfach zurückgenommen werden.

Nach Veränderung des Ausschnitts und Speicherung ist nur noch der Vogel Bildinhalt.

Wird dieses Bild geladen und erneut auf das entsprechende Werkzeug gedrückt, sieht man auch den Original-Zustand.

Mit der rechten Maustaste kann man dann „Freistellung löschen“ wählen.