ND Filter (Neutraldichte) verlängern die benötigte Verschlusszeit, bleiben aber neutral zur Farbwiedergabe.

Wichtig ist, dass man auf die Details in der Bezeichnung achtet, um den Filter richtig einzusetzen.

NDn (n ist eine Ziffer) gibt den Verlängerungsfaktor an. ND3 bedeutet somit eine Verdreifachung der Belichtungszeit, um dieselbe Belichtungsleistung zu erhalten.

NDx (x ist auch x) mit einem folgenden Wert bedeutet dagegen eine 10-er Potenz. NDx 3.0 benötigt somit eine 1000-fache Belichtungszeit.

Dies konnte ich mir nicht vorstellen und habe es daher ausprobiert.

1/400 sec

2,5 sec

Bei mit unveränderter Blende und undveränderter ISO-Zahl.

1/400 = 0,0025 ist somit genau 1/1000 von 2,5

Da es sich um ein unbewegtes Motiv handelt und der Hintergrund zu weit weg ist, sieht das Foto auch von der Schärfe her nahezu identisch aus.

Bei ISO 200 könnte man jetzt 5 sec lang belichten etc.

Scharfstellen kann man nur, wenn man etwas sieht. Dies muss somit erfolgen, bevor der Filter aufgesetzt wird.

Eine fest Stativposition ist somit unabdingbar.

Nachdem das Bild ohne Filter sauber belichtet ist, entscheidet man sich für Veränderung (z.B. macht auch eine offene Blende für eine hohe Schärfentiefe Sinn), setzt den Filter auf und passt die Werte entsprechend an.

Wäre das Beispielfoto mit F/22 erstellt worden, hätte mit NDx 3.0 auch mit F/1.8 fotografiert werden können, was schon einen extremen Unterschied ausmacht.

Da man nicht immer den passenden ND-Filter zur Hand hat, muss man wahrscheinlich die Werte kombinieren.