Hier geht es nicht um Spezial-Abläufe sondern um einen Workflow, den man zunächst bei fast jedem Foto durchführen sollte.

Als Beispiel wird ein unspektakulären Foto verwendet, damit man die Effekte besser erkennen kann.

 

Bildformate:

Da ich mit einer Sony Alpha 6000 arbeite, erstellt die Kameras Fotos im Sony-RAW-Format ARW.

Nicht jede Software kann mit allen Bildformaten arbeiten.

Daher ist es hilfreich, bereits beim Import der Daten von der Kamera – z.B. nach Bridge – in das allgemein kompatible Format DNG umwandeln zu lassen.

Entsprechend den Parametern meiner Kamera ist die ARW-Datei und somit auch die DNG-DNG circa 25 MB groß.

Dieses Format wird aber nicht von WORDPRESS akzeptiert, weshalb ich es in das Photoshop Formar PSD umgewandelt hatte. Dann werden aber bereits über 70 MB und der Import aus diesem Grunde abgelehnt.

Damit ich überhaupt etwas abbilden kann, habe ich in JPEG emigriert. Dies werde ich für alle Schritte so handhaben, da der Prozess relevant ist und nicht das dokumentarische exakte Ergebnis der Zwischenschritte.

 

Wird eine RAW-Datei geöffnet mit Photoshop Elements (hier im DNG-Format) geöffnet, wird automatisch das Plugin Camera RAW herangezogen, welches man auch von Photoshop CC (Abo-Version) kennt. Allerdings werden hier sehr viele Funktionen nicht angeboten, wie z.B. die Korrektur von Optik-Fehlern.

Nach dem ersten Speichern – z.B. als PSD – bekommt man die Photoshop Elements Version und arbeitet dort in den unterschiedlichen Modi weiter.

Für die Arbeit mit Camera Raw muss hier das Plugin gezielt aufgerufen werden. Danach erhält man die identische Ansicht wie links.

Man wählt eine DNG-Datei zum Öffnen aus. Die aktuelle PSD-Datei ist ja schon kein reines RAW mehr.

 

Man sieht in der Kopfzeile links verschiedene Optionen, die aber auch erst zu einem späteren Zeitpunkt in Elements ausgewählt und eingesetzt werden könnten.

Interessant könnte hier das Freistellungs-Werkzeug sein, da ein anderer Bildausschnitt auch andere Werte für die Optionen auf der rechten Seite benötigen.

Auch könnte man hier bereits das Bild an einer horizontalen oder vertikalen Linie ausrichten. In Elements werden aber die freiwerdenden Teile in den Ecken intelligent (KI) gefüllt. Daher sollten wesentliche Veränderungen nur dort vorgenommen werden.

 

Wichtiger sind die Optionen rechts unter dem Punkt Grundeinstellungen:

Man kann mit dem Weißabgleich arbeiten, muss aber nicht. Manchmal ist eine wärmere Stimmung halt schöner. Mit der Pipette im oberen Menu klickt man auf Normal-Grau und alles passt sich an.

Neben dem Wort Grundeinstellung befindet sich hinter den drei waagerechten Strichen noch ein weiteres Menü. Bei vergleichbaren Bildern könnte hier die jeweils letzte oder gesondert gespeicherte Einstellung verwendet werden.

Auch Luminanz und Rauschen (hinter dem Gebirge-Icon) behandelt man besser in Elements.

 

Wenn man Temperatur und Farbton habe dem Maximum platziert, erhält man interessante Ergebnisse (unten links).

Für die weiteren Schritt hat das System meistens bereits eine Automatik-Optimierung vorgenommen. Es immer sinnvoll, auch einmal auf Standard zu klicken und zwischen den beiden Ansichten zu wechseln, um den optimalen Start zu erhalten.

Belichtung, Lichter, Tiefen etc. behandelt man besser in Elements. Daher wird dies auch nur dort beschrieben.

Klarheit und Dynamik gibt es aber nur hier. Da sich hierdurch auch die Helligkeit verändert, sollte dies zuerst genutzt werden.

Wie überall sind die Regler sparsam einzusetzen.

Um die Wirkung zu begreifen, darf  man sich aber auch die Extrema anzeigen lassen.

Klarheit (unten Mitte) und zusätzlich dann auch Dynamik (unten rechts) beeinflussen die Bildwirkung erheblich.

Für die weitere Bearbeitung wurden beide Werte auf +40 gesetzt.

Das Ergebnis ist wie immer auch hier Geschmacksache. Hier sollen auch nur die Optionen – quasi der Inhalt des Werkzeugkastens -vorgestellt werden.

Unter dem Bild gibt es die Symbole für den Vorher/Nachher-Vergleich.

Durch <Öffnen> wird das Foto jetzt in Elements zur Bearbeitung geöffnet

 

 

Dies ist kein Photoshop Elements Kursus; daher nur einige Vorbemerkungen.

Wenn man im rechten Teil nicht die Ebenen sieht, muss dies im Menu <Fenster> gewählt werden.

Wenn auf der linken Seite die Symbole anders aussehen, sollte dieses Symbol angeklickt und unten WZ-Optionen (WZ=Werkzeug) benutzt und die richtige Option gewählt werden.

Für den Basis-Workflow arbeiten wir hier nur im Experten-Modus.

Auch hier könnte noch der Ausschnitt und die horizontale oder waagerechte Ausrichtung angepasst werden. (Siehe Block Ändern, links unten)

Ich verwende jetzt diverse Autokorrekturen aus dem Menüpunkt <Überarbeiten>. Um den Ursprung nicht zu verlieren, soll ggf. vorher mit rechter Maustaste auf der Ebene, diese dupliziert werden.

Sollte eine Autokorrektur in die falsche Richtung weisen, kann dies mit CTRL Z zurückgenommen werden. Im Menü <Überarbeiten> gibt es zu jeder Automatik auch eine manuelle Einstell-Möglichkeit.

 

Im Menu <Überarbeiten> sind sie Schritte in der vorgesehenen Reihenfolge untereinander platziert.

Die Änderungen von Links nach Rechts:

  • Intelligente Autokorrektur optimiert Belichtung, Weißabgleich etc.
  • Automatische Intelligente Farbtonbearbeitung
    • In den vier Ecken sieht man die möglichen Auswirkungen und auf einem Raster den Punkt in Richtung der gewünschten Tendenz verschieben.
    • Das System merkt sich die unterschiedlichen Präferenzen bei unterschiedlichen Arten von Bildern und führt dies beim nächsten vergleichbaren Bild sofort aus.
    •  

Richtig „Drama“ – vor allem bei schönen Wolken und/oder interessantemLicht – bekommt man durch <Überarbeiten> und <Automatische Dunstentfernung>. 

Über eine neue Einstellungs-Ebene (drittes Icon von links) kann man die Helligkeit der Farbtöne und deren Sättigung verändern.

Als Kanal wird vorgegeben. Die Änderungen sollten aber für jeden Farbkanal getrennt vorgenommen werden. Hierzu auf klicken und einen Farbton auswählen.

Ich bewege den Helligkeitsregler zunächst komplett nach rechts, um zu sehen, welche Stellen sich ändern. Danach dann so, wie ich es gerne hätte.

In diesem Beispiel habe ich Cyan mit viel zusätzlicher Helligkeit und Sättigung versehen und Blau etwas abgeschwächt.